Diagnostik und Therapie nach F.X.Mayr in der Schmerztherapie
 
 
 
Einleitung

Der österreichische Arzt Dr. Franz Xaver Mayr bezeichnete den Darm als das Wurzelsystem des Menschen. Er prägte auch die Formel „Nahrung x Verdauung = richtige Ernährung", d.h., daß die beste und vollwertigste Nahrung wertlos ist, wenn sie nicht richtig verdaut werden kann. Nur ein funktionstüchtiger, gesunder Magen-Darm-Trakt gewährleistet die regelmäßige Aufnahme aller richtigen Nährstoffe und die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten. Wenn wir zu schnell, zu oft, zu viel und zur falschen Zeit die falschen Nahrungsmittel essen, wird im Lauf der Zeit der Darm chronisch überfordert.

Er kann dann die Nahrung nicht mehr ordnungsgemäß verdauen und die Darmbakterien zersetzen schließlich die unverdauten Speisereste in Form von Gärung und Fäulnis.
Durch Gärung entstehen Säuren und Alkohole wie Methanol, Äthanol, Propanol und Butanol.
Durch Fäulnis entstehen Fäulnisgifte wie Indol, Kresol, Skatol, biogene Amine, usw.

Dieser Horror autotoxikus schädigt die Darmwand in mehrfacher Hinsicht: Die Schleimhaut wird irritiert bzw. entzündet und permeabler. Die Muskulatur wird zuerst spastischer und erschlafft schließlich, sodaß die Darmpassage verlangsamt wird und der Succus entericus verweilt mit seinen ganzen Giften noch länger im Darmlumen.

Durch die permeabler gewordenen Schleimhaut werden diese Gifte schließlich in den Körper aufgenommen und mittels Lymphsystem und Blutkreislauf im gesamten Körper verteilt.

Diese Enteropathie nach F.X. MAYR stellt die Grundlage vieler pathologischer Veränderungen dar, welche bei der Diagnostik nach F.X. MAYR berücksichtigt werden. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, alle Untersuchungskriterien und -methoden genau aufzuführen. Neben humoraldiagnostischen Zeiten werden verschiedene Maße genommen (Halsmaß, epigastischer Winkel, Schulterblattabstand, Dünndarmmaß, Großbauchmaß, usw.), und es werden nerkutorisch und palpatorisch Thorax und Bauch untersucht. Dabei können der Zustand des Magens, Dünndarmes, Dickdarmes und evt. abdominelle Lymphstauungen gut beurteilt werden. F.X. MAYR ist einer der wenigen, die die Kriterien eines gesunden Abdomens genauestens beschrieben haben.

Wenn nun Abweichungen von der gesunden Norm festgestellt werden (und das ist sehr häufig), dann wird die Therapie nach F.X. MAYR durchgeführt.

Diese basiert auf 4 Säulen:

Schonung

Säuberung

Schulung

Substitution


Die Therapie nach F.X. MAYR ist keine Diät, welche von vornherein dem Körper wichtige Nährstoffe zuführen soll, sondern regeneriert zuerst den Magen-Darm-Trakt, damit er später wieder eine regelrechte Nahrungsaufnahme zustande bringt. Erst mit seiner Gesundung können die durch einen entzündeten oder erschlafften Darm entstandenen pathologischen Veränderungen der Körperhaltung, der Körperform und funktionelle Störungen vieler Organsysteme normalisiert werden.

Darüberhinaus bewirkt die Therapie nach F.X. MAYR eine Entgiftung und Entschlackung des gesamten Körpers. Die therapeutische Diät muß an die jeweilige Konstitution des Patienten angepaßt werden. Zur Auswahl stehen: Teefasten, Milch-Semmel-Diät, Milch-Semmel-Diät mit Eiweißzulage und die Milde Ableitungsdiät. Alle diese Intensivdiäten bezwecken eine Kauschulung und eine optimale Schonung des Magen-Darm-Traktes. So muß z.B. jeder Bissen einer Kursemmel 40 - 50 mal gekaut werden. Bevor man den Brei aus Speichel und Semmel schluckt, wird ein Teelöffel Milch zugeführt, im Mund vermischt und dann erst geschluckt. Damit wird die Milch im Mund soweit vorverdaut, daß tiefere Darmabschnitte nicht mehr damit konfrontiert sind. Darüberhinaus steigt der Blutzuckerspiegel noch während des Verzehrs einer Semmel und es wird auf diese Weise auch das Sättigungsgefühl viel früher erreicht. Die salinische Berieselung des Darmes in der physiologischen Richtung (von oral nach aboral) mit Bitterwasser (isotone Magnesium-sulfatlösung) fördert den Gallenfluß, reinigt den Darm und verhindert eine Rückresorption von auszuscheidenden Substanzen.

Ärztliche, manuelle Bauchbehandlungen verstärken die Durchblutung im Bauchraum, entstauen die Lymphe und Leber, tonisieren den Dünndarm und verstärken die Darmperistaltik. Darüberhinaus wird durch die manuelle Bauchbehandlung und das ärztliche Gespräch die Kur überwacht und der Patient ständig beraten und unterstützt.

In den folgenden Abschnitten sollen verschiedene, durch die F.X. MAYR-Kur beeinflußbare Schmerzsymptome der Reihe nach von cranial nach caudal behandelt werden.


MIGRÄNE

Migräne ist eine multikausale Erkrankung. Es fällt auf, daß relativ viele Migränepatienten unter chronischer Obstipation leiden. Eine bewährte Therapie zu Beginn eines Migräneanfalles ist ein mehrmaliger Einlauf mit lauwarmem Wasser. Die Entleerung des Dickdarmes schafft oft sofort Erleichterung und Rückgang der Beschwerden. Da die F.X. MAYR-Kur eine gründliche Darmreinigung und Regeneration bewirkt, ist sie erfahrungsgemäß allein schon dadurch ein hervorragendes Migräne-Therapeutikum. Die Wirkungsweise resultiert primär sicherlich in der Verhinderung einer abnormalen Rückresorption von Darmgiften in Lymphe und Blut. Die strikte Meidung von Histamin haltiger Nahrung verringert Histamin bedingte Migräneattacken.

Eine weitere therapeutische Wirkung besteht darin, daß Muskelverspannungen und Fehlstellungen im Bereich der Halswirbelsäule verbessert werden (siehe Cervicalsyndrom). Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daß Migräne sehr oft mit einer Übersäuerung des Organismus und einem Defizit an intrazellulärer Basenpufferkapazität einhergeht.

Da die F.X. MAYR-Kur eine Ausscheidung von Säuren fördert und meist durch Gabe von Basenpulver unterstützt wird, ist auch hier eine Erklärung für die gute Wirksamkeit gegen die Migräne gegeben.


AUGENBRENNEN,
UNSPEZIFISCHE KONJUNKTIVITIS


Bei starker, körperlicher Vergiftung durch intestinaler Autoindoxikation, Umweltgifte und Übersäuerung durch Sauerstoffmangel, Bewegungsmangel, falsche Ernährungsweise werden die Tränendrüsen als „Notventile" für die Ausscheidung dieser Toxine und Säuren verwendet. Die Tränenflüssigkeit ist dann übersäuert und führt zu Reizungen. Die F.X. MAYR-Kur entgiftet und entsäuert nicht nur akut den Körper, sondern konzentriert auch in Zukunft die Befreiung des Körpers von Stoffwechselendprodukten und Umwelttoxinen auf einen regenerierten und funktionstüchtigen Darm.


DAS CERVICALSYNDROM

Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff aller möglichen Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule und der Nacken- und Schultermuskulatur. Eine häufige Ursache dafür ist der Zwerchfellhochstand. Die Verminderung des elastischen Lungenzuges, mesenterialer Lymphstau, intraabdominelle Fettablagerungen und abnorme Gas- und Kotmengen im Darm verhindern eine ausreichende Kontraktion des Zwerchfells. Dadurch ist die Bauchatmung eingeschränkt, für Lunge und Herz ist zu wenig Platz. Um diese Verkleinerung des Thorax auszugleichen, weitet sich dieser nach der Seite aus, der epigastrische Winkel wird größer und der Schultergürtel wird angehoben. Die musculi levatores scapulae, trapezii und scaleni sind jedoch nicht für solch eine Dauerbelastung ausgelegt und neigen zu Verkürzungen und Gelosenbildung. Besonders fatale Wirkung haben die einseitigen Schulterhochstände. Eine Lebervergrößerung bzw. eine Irritation des Colon ascendens führen zu einem Hochstand der rechten Schulter. Eine Irritation des Colon descendens (meist mit Blähungen vergesellschaftet) läßt die linke Schulter höher stehen. Wie schon erwähnt, ist der Schulterhochstand ein aktiver muskulärer Prozeß. Maßgeblich daran beteiligt ist der musculus trapezius. Da dieser an den Dornfortsatz der Halswirbelsäule entspringt, ist er fähig, diese zu drehen, wenn eine Asymmetrie des Muskeltonus beider musculi trapezi vorhanden ist. Somit führt ein Hochstand der rechten Schulter zu einer Linksrotation der HWS und nach der Lovettschen Regel zu einer Einschränkung der Seitenneigung nach rechts. Natürlich sind auch Blockaden von Halswirbeln eine beliebte Begleiterscheinung dieser funktionellen Störungen. Sie werden jedoch trotz kompetentester chirotherapeutischer Behandlungen immer wieder auftreten, solange nicht der Magen-Darm-Trakt saniert ist. Auch Migräne und Schulter-Arm-Syndrom können so ihre Wurzeln im Intestinaltrakt haben.


INTERCOSTALNEURALGIE, TIETZE-SYNDROM,
PSEUDOANGINA PECTORIS

Viele sogenannte Intercostalneuralgien haben mit den Intercostalnerven kaum etwas zu tun.

Allzuoft sind blockierte Rippen, Zehrungen und Insertionstendopathien der Zwischenrippen- muskulatur die Ursache. Wieder sind der Zwerchfellhochstand, die überstrapazierte Brustatmung und asymetrische Reizungen im Abdomen dafür verantwortlich, daß die Intercostalmuskulatur überlastet ist und die Brustwirbelsäule eine verstärkte Kyphose und teilweise sogar eine Skoliose entwickelt.

In der Diagnostik nach F.X. MAYR werden belastete Organe durch die Bezeichnungen „Magenbuckel", „Duodenumbuckel", „Gallenbuckel", „linker Flexurenbuckel" und „Leberbuckel" mit den Verformungen des Thorax in Verbindung gebracht.


ANGINA PECTORIS

Die bei einem Römheldsyndrom auftretenden Herzbeschwerden können selbstverständlich durch das nach einer F.X. MAYR-Kur verläßlich abgesunkene Zwerchfell verschwinden. Auch die Entsäuerung des Organismus und die Erhöhung der Basenpufferkapazität in der Herzmuskelzelle kann den ischämischen Säureschmerz des Herzens verzögern oder gar verhindern.

SCHULTERSCHMERZ

In der „Applied Kinesiology" ist von einem Ileocoecal-Valve-Syndrom die Rede, welches über einen neurolymphatischen Reflex Schmerzen im Bereich des rechten, vorderen Schulter- gelenkes, also der Bizepssehne, verursacht. Dieses Ileocoecal-Valve-Syndrom ist eine Reizung bis Entzündung des präcoecalen Ileums und der Ileocoecalklappe selbst durch eine Insuffizienz der Bauhin´schen Klappe durch Erschlaffung und Erweiterung oder durch eine Stenose bei spastischen Zuständen in diesem Darmabschnitt.

Die Haed´schen Zonen der Gallenblase an der rechten Schulter und des Magens an der linken Schulter sind allgemein bekannt und dürfen bei der Diagnose des Schulterschmerzes nicht übersehen werden.


REFLUXOESOPHAGITIS
GASTRITIS, DUODENITIS


F.X. MAYR beschreibt eine chronische Duodenitis durch Übersäuerung und Überlastung des Duodenums bei falscher Ernährungsweise als Wegbereiter einer relativen Verdauungs-insuffizienz und des Enteropathie-Syndroms.

Die durch die Duodenitis verlängerte Verweildauer der Nahrung im Magen kann zu einer Überlastung des selben mit Gastritis bis hin zu spastischen Abwehrreaktionen des Magens im Sinne einer Refluxoesophagitis führen.


DIVERTICULITIS

Zur Entstehung von Divertikeln tragen die anfangs beschriebene Erschaffung der Darmwand durch intestinale Autointoxikation und Stuhlpassage-Verlangsamung genauso wie die Drucksteigerung im Darmvolumen durch Blähungen und abnorme Stuhlmengen bei.

Durch die Therapie nach F.X. MAYR kann die Entstehung von Divertikeln verhindert werden. Bereits vorhandene Divertikel können sich durch die F.X. MAYR-Kur nicht mehr zurückbilden. Jedoch wirklich gefährlich werden Divertikel bekanntlich nur, wenn sie entzündet sind.

Eine regelmäßige, mindestens jährliche, gewissenhafte Reinigung der Divertikel durch eine F.X. MAYR-Kur hat schon vielen Patienten eine Antibiotika-Therapie oder gar den Weg zum Chirurgen erspart.


LUMBALGIE

Dieses Beschwerdebild ist oft so therapieresistent, daß es von vielen als legitime Alters- erscheinung stillschweigend geduldet und erlitten wird. Die scheinbare Therapieresistenz erklärt sich aus dem ungeheuer starken Einfluß des Darmes auf den unteren Teil unseres Achsen- organs. Die abdominell bedingte Fehlhaltung der Lenden-Becken-Hüftregion ist auch der Ursprung vieler Mayr'scher Körperhaltungen. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei die Ileopsoasmuskeln ein. Die eng nachbarschaftliche Beziehung zwischen Dickdarm und Psoasmuskel kann nicht immer als gut bezeichnet werden. Ist der gesamte Dickdarm gereizt, verkürzen sich beide Ileopsoasmuskeln und hyperlordosieren die Lendenwirbelsäule. Der Alphawinkel des Sakrums ist vergrößert und das typische Coxarthrosebecken ist geschaffen. Von den mayr'schen Haltungsformen ist die Entenhaltung die klassische Folge. Diese Patienten neigen zur Bildung einer Coxarthrose, welche sich im Anfangsstadium gerne mit Knieschmerzen äußert. Damit der psoasverkürzte Patient mit Entenhaltung nicht nach vorne umfällt, muß er die ischiocrurale und crurale Muskulatur verstärkt anspannen. Eine Überlastung dieser Muskeln kann zu ischialgiformen Schmerzen und Insertionstendopathien im Bereich des Kniegelenkes und der Ferse (Achillodynie, Fersensporn) führen. Nach meinen Erfahrungen verursachen Insertionstendopathien circa die Hälfte aller chronischen Gonalgien.

Die alleinige Irritation des Colon ascendens oder Colon descendens bewirkt die Verkürzung nur eines Ileopsoasmuskels. Die daraus folgende Kippung des Osileum nach ventral und somit die Verwringung des Beckens kreieren eine funktionelle Beinlängendifferenz mit all ihren Folgen:

Es werden die Ileosakralgelenke überlastet, Knie- und Hüftgelenk des scheinbar längeren Beines und das Sprunggelenk des scheinbar kürzeren Beines stärker beansprucht. Auch die kompensierende Skoliose der Wirbelsäule ist nicht immer angenehm. Wie eng die Beziehung zwischen Dickdarm und Ileopsoas ist, zeigt sich immer wieder an der gegenseitigen Beeinflussung dieser zwei ungleichen Organe. Wenn nach einer Bauchbehandlung oder spätestens nach einer erfolgreichen Mayr-Kur der Dickdarm nicht mehr entzündet und nicht mehr spastisch ist, läßt sich der Psoasmuskel leichter dehnen, seine Funktionalität normalisiert sich und die durch ihn ehemals verursachten Beschwerden verschwinden. Aber auch umgekehrt kann die Dehnung bzw. Dekontraktion des Psoasmuskels sofort den Dickdarm positiv beeinflussen. Wenn also während einer Mayr-Kur z.B. das Coecum anhaltend druckdolent ist, empfiehlt es sich in jedem Fall, den Ileopsoas zu prüfen und gegebenenfalls zu dehnen und zu dekontrahieren. Als Dehnungsmethode bewährt sich die postisometrische Relaxation und als Dekontraktionsmethode die Beugung des Hüftgelenks gegen den Widerstand des Patienten indem dieser die gluteale und ischiocrurale Muskulatur anspannt.

Auch die anderen Mayr'schen Körperhaltungen haben ihre fatalen Auswirkungen auf die Lendenwirbelsäule:

Die Anlaufhaltung mit ihrer verminderten bis aufgehobenen Lordose der LWS ist eine hervorragende Voraussetzung für eine Diskusprotrusion oder gar eine Diskushernie. Der verstärkte Druck der Lendenwirbeln auf den vorderen Teil der Bandscheiben erleichtert das Ausbrechen des nucleus pulposus nach dorsal bei stärkerer Belastung. Die ischialgiformen Beschwerden durch die stärke Beanspruchung der ischiocruralen Muskulatur entsprechen denen der Entenhaltung.

Patienten mit lässiger Haltung und Seemannshaltung haben andere Probleme:

Damit sie nicht nach hinten umfallen, müssen sie den musculus quadriceps stärker anspannen. Dieser drückt dann die Kniescheibe stärker an das Kniegelenk und die so häufige chondropathia patellae hat eine Erklärung mehr. Darüberhinaus sind diese Patienten meist eher muskelschwach und leiden unter einer instabilen Lendenwirbelsäule mit Pseudospondylolisthesen und Beschwerden bei längerem Sitzen und Liegen.


VISCEROKUTANE UND
VISCEROMUSKULÄRE REFLEXZONEN


Wie die Tafeln von Univ. Doz. Dr. Otto Bergsmann zeigen, besteht über alle vorhin beschriebene Zusammenhänge hinaus noch eine eindrucksvolle, reflektorische Verbindung zwischen den Verdauungsorganen und Muskulatur und Haut.

(Anmerkung des Autors für den Verlag: Diese Projektionssymptome wurden aus dem Buch
„Projektionssymptome" von Univ. Doz. Dr. Otto Bergsmann und Frau Dr. Roswitha Bergsmann in der Auhofstraße 37, A-1130 Wien, Verlag Fakultas-Universitätsverlag GesmbH Wien, 2. Auflage 1990, entnommen. Um das Copyright muß noch von Ihnen angesucht werden).

F.X. MAYR hat erkannt, daß der Darm mit seiner Schleimhautoberfläche von 400 m2 (neuere Angaben sprechen von 4000 m2), einer Länge von 5-7 m und einer Besiedelung mit 3 kg Darmbakterien eine zentrale Rolle, sowohl als Verdauungs- und Nahrungsresorptions-als auch als Entgiftungsorgan spielt.

Seine funktionelle und letztlich somit auch meist trophische Störung kann sich in sehr vielfältiger Form äußern und wird oft fehlinterpretiert oder gar nicht erst erkannt.

Die Therapie nach F.X. MAYR verwendet auch eine große Aufmerksamkeit dem Dünndarm, welcher in der üblichen Medizin in Ermangelung dramatischer Erkrankungen meist vernachläßigt wird. Die Gesellschaft der F.X. MAYR-Ärzte ist straff organisiert und hat streng geregelte und umfassende Ausbildungsrichtlinien. Damit werden erfolgreiche, ärztlich geleitete, ambulante und stationäre Therapien ermöglicht. Die Therapie nach F.X. MAYR hat folgende Kontraindikationen: Psychosen, Schizophrenie, manisch depressive Zustände, Multiple Sklerose, schwere, autoagressive Zustandsbilder, langfristig hochdosierte Cortison-behandlung, unbehandelte, maligne Prozesse, aktive Tuberculose, Hyperthyreose mit Neigung zu starkem Gewichtsverlust, akuter Myocardinfarkt.

Alle anderen, vor allem chronische Erkrankungen können direkt oder mittelbar durch eine F.X. MAYR-Kur positiv beeinflußt oder geheilt werden.
 
 
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