Auf das Milieu kommt es an
 
 
 
Schon das Wort MILIEU selbst regt zu den verschiedensten Assoziationen an...

Das Milieu wird als Brutstätte des Verbrechens bezeichnet.

Das Milieu aus dem jemand stammt wird als Entscheidungshilfe zu dessen Klassifizierung herangezogen.

Und in der Medizin ist es nicht anders. Das Milieu, in dem alle Abläufe und Funktionen des menschlichen Körpers stattfinden ist entscheidend für dessen Funktionieren.

Der epochale Pathologe Virchow postulierte, dass der Keim aller Erkrankungen in der Zelle sitzt.

Pasteur und Bernard stritten ein Berufsleben lang darüber, ob die Mikrobe das Milieu ihres Wirkens die Primärursache für Erkrankungen sei. Erst am Sterbebett gab Pasteur gegenüber seinem Kontrahenten Bernard zu, dass das Terrain, also das Milieu alles sei.

Generell stehen wir immer wieder vor der Frage: was war zuerst: die Henne oder das Ei ?

In unserem Darm wohnen normalerweise 100 Billionen Bakterien mit einem Gewicht von ca. 3 kg. Verteilt auf die 400 m_ Darmschleimhautoberfläche ergibt sich trotzdem nur eine Bakterienschicht von einem Hundertstel Millimeter Dicke. Diese Bakterien regeln den Säure-Basenhaushalt im Darm und produzieren wichtige Immunbausteine. Wenn nun das Milieu im Darm nicht mehr stimmt, also zu viel oder zu wenig Säuen, zu viel oder zu wenig Schleim, zu viel oder zu wenig Sauerstoff, zu viel der zu wenig Verdauungsfermente, zu viel oder zu wenig Darmbewegung vorhanden sind, ist das Gleichgewicht gestört und es kommt zu funktionellen Störungen. Schließlich verändert sich die Zusammensetzung der Darmflora, pathologische Keime und Pilze können sich breit machen und ihr Unwesen treiben, das Immunsystem wird geschwächt und begünstigt Fremdlinge unter den Keimen, die irritierte Darmschleimhaut wird durchlässiger für alle möglichen ausscheidungspflichtigen Substanzen und schließlich werden wir krank.

Gerade das sogenannte „leaky gut syndrom" also das Syndrom des durchlässigeren Darms ist ein Schlüsselfaktor in der Entstehung chronischer Erkrankungen und im Speziellen Allergien.

Was macht die Darmschleimhaut durchlässiger für Gifte, Bakterien und unverdaute Speisereste ? Vieles: Irritationen durch falsche Ernährungsweise ( zu schnell, zu viel, im Stress, zur falschen Zeit), Alkohol, Aspirin in höheren Dosen ( wie z.B. gegen Kopfschmerz verwendet) sind die Hauptverantwortlichen des „leaky gut syndroms" Wenn jetzt die Darmschleimhaut grobporiger und somit durchlässiger geworden ist, versagt sie als natürlicher Filter, als Richter zwischen Freund und Feind. Halb verdaute Speisereste können somit direkt ins Blut gelangen. Sie werden zu Recht vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und bekämpft. Wir erleben das leider als Allergie, als vermeintliche Nahrungsmittelallergie. Es ist auch eine, aber eine berechtigte, da die Nahrungsmittel noch nicht ordnungsgemäß verdaut wurden, sondern vorzeitig durch die poröse Darmwand in den Körper gelangt sind. Eine Sanierung und Regeneration des Darmes kann somit diese Pseudoallergie heilen. Alleine die Tatsache, dass Nahrungsmittelallergien von Woche zu Woche Veränderungen unterworfen sind, ist ein Beweis, dass nicht die Nahrungsmittel an sich, sondern der Zustand, also das Milieu im Darm entscheidend sind.

Neue Forschungen haben gezeigt, dass bei „leaky gut syndrom" so viele pathologische Bakterien ins Blut gelangen können, dass lebensbedrohliche Blutvergiftungen auftreten.

Die Regenerationstherapie im Lanserhof auf der Basis von F.X.MAYR und mit Unterstützung vieler moderner Naturheilverfahren behandelt erfolgreich diese pathologische Durchlässigkeit des Darmes und schafft damit die Voraussetzung für eine natürliche Barriere zwischen Außen- und Innenwelt.

Hefepilze im Darm können die Vielzahl von Beschwerden nur dann verursachen, wenn das Milieu ihres Wirkens ihre rasche Vermehrung und die Bildung von schädlichen Enzymen fördert.

Der berühmt berüchtigte Helikobakter pylori, jener Keim, der Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre erzeugen kann, ist nur dann zu Schandtaten fähig, wenn die Magenschleimhaut irritiert und womöglich das Immunsystem geschwächt sind. Entsprechend verzichtet die moderne Medizin zunehmend auf seine Bekämpfung mittels Antibiotika, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Normalisierung der Magen- und Darmfunktionen.

Aber nicht nur das Milieu im Darm ist entscheidend für eine dauerhafte Gesundheit:

Das Interstitielle Bindegewebe, die Substanz zwischen den Zellen, auch die MATRIX genannt ist anfällig für Verschlackungen und Funktionsstörungen. Alle Überträgersubstanzen von den Nervenendigungen, alle Nährstoffe aus den Blutgefäßen müssen auf ihrem Weg zu den Zellen dieses Niemandsland durchqueren. Früher wurde dieses Gewebe als unwichtig ignoriert. Heute beschäftigen sich ganze Universitätsinstitute mit der Erforschung der Zwischenzellsubstanz, der Matrix. Wenn durch Fehlernährung, Fehlverdauung, Bewegungsmangel und Umweltvergiftung die Zusammensetzung der Matrix nicht mehr stimmt und die Übertragung aller wichtigen Substanzen zu und von den Zellen gestört ist, werden wir krank.

Die Entgiftung, Entschlackung und Entsäuerung dieser Gewebe ist daher Voraussetzung für eine funktionierende Selbstheilungskraft des Körpers.

Schließlich müssen wir noch das Milieu um uns herum berücksichtigen. Wir sind ein Teil der gesamten Natur. Wir können uns unserer Umwelt nicht entziehen und sind abhängig von einer gesunden Symbiose mit ihr. Wir haben alle schon erfahren, dass z.B. im Urlaub bei Sonne und Meer, bei Wald und Bergen unser Körper kräftiger, widerstandsfähiger und unser Geist fröhlicher und kreativer wurden. Diese positiven Aspekte eines idealen, reinen und natürlichen Umweltmilieus, einer Atmosphäre der Erholung und des Urlaubs verbunden mit einer effizienten Sanierung des inneren Milieus mit Hilfe kompetenter Behandlungsmethoden bildet das Gesamtkunstwerk der modernen Regenerationsmedizin.

Nur mit und im richtigen Milieu ist ein optimales Funktionieren all unserer Organsysteme, Sinne und Geistigkeiten möglich.

Auch der beste Geiger braucht eine Geige aus bestem Holz, einen Raum mit bester Akustik und eigentlich auch ein verstehendes Publikum.
 
 
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